Solar-Batterie-Rechner

Welche Speichergrösse passt zu Ihrer Liegenschaft? Geben Sie ein paar Eckdaten ein und der Rechner zeigt Eigenverbrauchsquote, Autarkie und Amortisationszeit über die Speichergrössen.

Datengrundlage

Standort und PV-Anlage

Mehrere Modulfelder erfassen Sie mit unterschiedlichen Ausrichtungen, Neigungen und Verschattungen. Beispiel: Hauptdach Süd 30°, Garage Ost 5°. Alle Felder werden in der Simulation kombiniert.

Gesamtleistung der Anlage: aus
Stromverbrauch
kWh
Typisch: 1 Pers. 1 800 kWh, 2 Pers. 2 800 kWh, 4 Pers. 4 500 kWh.
kWh
Typisch EFH: 2 500-4 000 kWh elektrisch.
kWh
15 000 km × 0.18 kWh/km ≈ 2 700 kWh.
Tarife
Wählen Sie einen Anbieter, um Bezugs- und Einspeisetarif unten auf dessen Standardwerte zu setzen.
Rp/kWh
Vergleich: ElCom
Rp/kWh
Beim eigenen Netzbetreiber prüfen, oder VESE pvtarif
Speicher und Installationskosten
CHF/kWh
Typisch CH 2026: 240-525 CHF/kWh nutzbarer Kapazität, kleinere Speicher tendenziell teurer pro kWh.
CHF
Default 2 500 CHF: Planung 500 + BCM 500 + Montage 500 + Inbetriebnahme/Kontrolle 1 000. Fallen einmalig an, sobald ein Speicher installiert wird.
Aktivieren, wenn der bestehende PV-Wechselrichter nicht batterietauglich ist und ein Hybridwechselrichter ergänzt oder ersetzt werden muss.
CHF
Typisch CH 2026: 2 500-4 000 CHF inkl. Montage für 5-15 kW Hybridwechselrichter.
kWh
Sweep läuft von 0 bis zu diesem Wert in 0.5-kWh-Schritten. Reale Hausspeicher beginnen bei ca. 5 kWh; 30+ kWh ist eher Gewerbe-Bereich.

Wirtschaftlichkeit, Autarkie und Eigenverbrauchssimulation

Wirtschaftlichkeit: Berechne …
Autarkie: Berechne …
Jährliche PV-Produktion
Jährlicher Verbrauch
Eigenverbrauch ohne Speicher
Autarkiegrad ohne Speicher
Speicher Amortisation Ersparnis / Jahr Lifetime-Bilanz
(15 Jahre)
Eigenverbrauch Autarkie Investition
kWh Empfohlen:
Autarkiegrad
Eigenverbrauchsanteil
Geschätzte Investition

Monatliche PV-Erzeugung und Verbrauch

Tagesverlauf Sommer (Apr-Sep, Mittel)

Tagesverlauf Winter (Okt-Mär, Mittel)

Autarkie und Eigenverbrauchsanteil im Jahresverlauf

Detaillierte Zwischenergebnisse für Nachvollziehbarkeit

Eingangsparameter

Monatsbilanz (bei , alle Werte in kWh)

Monat PV-Erzeugung Verbrauch Direkt Speicher zu Speicher ab Netzbezug Einspeisung

Annahmen

  • Round-trip-Wirkungsgrad 90 % (ηcharge = ηdischarge = √0.9 ≈ 0.949)
  • Entladetiefe 90 % der nominalen Speicherkapazität
  • Lebensdauer 15 Jahre für die Lifetime-Bilanz
  • Tarife konstant über die Lebensdauer angenommen
  • Lastprofil: BDEW-H0 stündlich (8 760 Werte) plus optionale Tagesform-Anpassung
  • PV-Profil: PVGIS-Klima-Cluster, alle Modulfelder summiert, Neigung interpoliert (Tabelle 5°-60°)
  • Round-trip-η wird symmetrisch auf Lade- und Entladeleg aufgeteilt

Algorithmus — von Eingangsdaten zu Resultaten

1. Lastprofil (8 760 Stunden)

Drei normalisierte Stundenprofile (jeweils Σ = 1 über das Jahr) werden mit den Jahres-kWh-Werten skaliert und addiert:

load[i] = annualKwh · h0[i]
        + (hasHp ? hpKwh · hp[i] : 0)
        + (hasEv ? evKwh · ev[i] : 0)        für i = 0 … 8759
  • h0[i]: synthetisiertes BDEW-H0-Haushaltsprofil mit Wochentag- und Saisonvariation. Quelle
  • hp[i]: Wärmepumpen-Profil, zerlegt in Heiz- (75 %) und Warmwasser-Komponente (25 %, BFE/EnergieSchweiz-Mittelwert CH-EFH). Heizen folgt der monatlichen Heizgradtag-Verteilung (Jul/Aug ≈ 0); WW hat scharfe Tagespeaks 6-8 h und 18-21 h.
  • ev[i]: E-Auto-Heimladung, Abendpeak 18-22 h.

Tagesform-Editor. Pro Profil können 24 Stunden-Multiplikatoren m[h] (optional Sommer/Winter separat) angewandt werden. Anschliessend wird auf Σ = 1 renormalisiert, sodass die jährlichen kWh-Werte exakt erhalten bleiben:

edited[i] = profile[i] · m[i mod 24]
profile'[i] = edited[i] / Σk edited[k]

2. PV-Profil (Summe aller Modulfelder)

Pro PLZ wird der nächstgelegene von 31 PVGIS-Klimaclustern in der Schweiz gewählt. Pro Cluster sind 8 Stundenprofile (eines je Haupt-Himmelsrichtung N, NO, O, SO, S, SW, W, NW) bei 30°-Neigung vorberechnet, in W pro kWp Spitzenleistung.

pv[i] = Σa ∈ Modulfelder (kWpa · tilt(αa) · (1 − sha/100) · basecluster, dira[i] / 1000)
  • base[i]: PVGIS-Stundenwert in W/kWp. Datenquelle: PVGIS API v5.3 des Joint Research Centre der EU-Kommission, Modus pvcalculation=1, basierend auf der SARAH-3-Strahlungsdatenbank (Surface Solar Radiation Data Set — Heliosat, Version 3) des EUMETSAT-Satellitenklima-Services.
  • Zeitraum: Für jede Cluster/Orientierung-Kombination werden die Stundenleistungen aller 14 Kalenderjahre 2010 bis 2023 abgerufen, Schalttage (29. Februar) entfernt, dann pro Stunde-des-Jahres (1…8 760) über alle Jahre arithmetisch gemittelt. Resultat: ein „typisches Jahr"-Profil ohne Wetter-Variabilität einzelner Jahre. Konkret: ohne diese Mittelung würde ein einzelnes Jahr mit ungewöhnlich bewölktem Juni einen sichtbaren Einbruch im Monatschart erzeugen, obwohl der langjährige Mittelwert über alle Jahre keine solche Anomalie zeigt.
  • Clustering: 31 Referenzstandorte decken die Klimadiversität der Schweiz ab — Mittelland (ZH, BE, BS, LU, AG, SO, FR, SG, TG, SH), Genfersee (LAU, GE), Jura (NE, La Chaux-de-Fonds, DEL), Voralpen Nord (THU, INT, SAR, SCH, GLA, APP), Berner Oberland Hoch (Adelboden), Bündner Rheintal (CHU), Hochalpin/Engadin (DAV, St. Moritz, Scuol), Wallis (SIO, BRI), Tessin (BEL, LUG, LOC). Jeder Schweizer PLZ-Eintrag wird per Haversine-Distanz dem nächstgelegenen Cluster zugeordnet (3 362 PLZ insgesamt). Pro Cluster wird die PVGIS-Anfrage einmal an den Cluster-Mittelpunkt gestellt, nicht für jede einzelne PLZ — die so akzeptierte Genauigkeitsgrenze liegt typischerweise bei einigen Prozent (Höhenlage und sehr lokale Bewölkungsmuster werden nicht aufgelöst).
  • System-Verluste: PVGIS rechnet bereits einen Pauschal-Wirkungsgradabschlag von 14 % für Wechselrichter, Verkabelung und Modul- Mismatch in das Profil ein (Modus loss=14). Der Wert ist ein konservatives JRC-Default für gebäudeintegrierte Anlagen.
  • tilt(α): lineare Interpolation einer Neigungs-Tabelle (5°: 0.92, 30°: 1.00, 60°: 0.88) — leichte Korrektur gegenüber der 30°-Baseline.
  • sh: Verschattung in % als linearer Reduktionsfaktor.

3. Stündlicher Battery-Dispatch

Für jede der 8 760 Stunden wird PV-Energie zuerst direkt für die Last verwendet, der Überschuss lädt den Speicher (mit Lade-Wirkungsgrad ηc), bei Defizit liefert der Speicher Strom (mit Entlade-Wirkungsgrad ηd). Der Round-trip-Wirkungsgrad η = 0.90 wird symmetrisch aufgeteilt: ηc = ηd = √η ≈ 0.949. Nutzbare Kapazität U = size · DOD = size · 0.90.

direct[i]  = min(pv[i], load[i])                                ← direkt PV → Last
surplus[i] = pv[i] − direct[i]
deficit[i] = load[i] − direct[i]

if surplus[i] > 0 and SOC < U:
    accepted = min(surplus[i], (U − SOC) / ηc)
    SOC += accepted · ηc                                    ← was tatsächlich im Speicher landet
    surplus[i] -= accepted

if deficit[i] > 0 and SOC > 0:
    draw = min(deficit[i], SOC · ηd)
    SOC -= draw / ηd                                         ← was aus dem SOC entnommen werden muss
    deficit[i] -= draw

importE += deficit[i]                                            ← Netzbezug
exportE += surplus[i]                                            ← Netzeinspeisung
selfConsumed += direct[i] + draw

Die Asymmetrie zwischen accepted (× ηc) und draw (× ηd) modelliert die elektrochemische Realität: nicht jede ins Batteriesystem geschickte kWh kommt zurück.

4. Aggregierte Kennzahlen

totalPv             = Σi pv[i]
totalLoad           = Σi load[i]
selfConsRatio       = selfConsumed / totalPv         ← Eigenverbrauchsquote
autarky             = selfConsumed / totalLoad       ← Autarkiegrad

5. Wirtschaftlichkeit

cost              = importE · importTariff / 100         [CHF/Jahr]
revenue           = exportE · exportTariff / 100         [CHF/Jahr]
netCost(size)     = cost − revenue
annualSaving      = netCost(0) − netCost(size)           ← Ersparnis ggü. Baseline
fixedCost         = baseCost + (hasHybrid ? hybridCost : 0)
invest(size)      = size > 0 ? size · battCostPerKwh + fixedCost : 0
payback(size)     = invest(size) / annualSaving                   [Jahre]
lifetimeNet(size) = annualSaving · 15 J − invest(size)            [CHF]

Wir berechnen die Wirtschaftlichkeit für jede Speichergrösse von 0 bis zur eingegebenen Maximalgrösse in 0.5-kWh-Schritten. Empfohlen wird die Grösse mit dem höchsten Gewinn über die Produktlebensspanne bei gleichzeitig praktischer Mindestgrösse (≥ 5 kWh).

Hinweis: Bei extremen Tarifspreizungen (sehr hoher Bezug, sehr tiefe Einspeisung) hat die kleinste Grösse mathematisch die kürzeste Amortisationszeit, weil die Investition winzig ist — die absolute Ersparnis bleibt dann aber gering. Daher zählt der Gewinn über die Produktlebensspanne als primäre Empfehlung.

6. Quellen und Daten-Provenienz

  • PVGIS (EU JRC) — Stundenprofile pro Cluster und Orientierung, Lizenz CC-BY 4.0.
  • BDEW Standardlastprofile — Methodische Grundlage des H0-Haushaltsprofils.
  • WP-Lastprofil: BFE/EnergieSchweiz Untersuchungen zu Wärmepumpen in CH-Einfamilienhäusern; HSLU-Lastprofile.
  • ElCom via LINDAS-SPARQL — Bezugstarife H4/H5 pro Gemeinde, Open Government Data.
  • GeoNames CH — PLZ ↔ Gemeinde ↔ Koordinaten, CC-BY 4.0.
  • VESE pvtarif — Empfehlung für individuellen Einspeisetarif (nicht automatisch vorbefüllt, da privatrechtlich zwischen EVU und Anlage).
  • Round-trip-Wirkungsgrad 90 % und DOD 90 %: typische Lithium- Eisenphosphat-Werte aus Datenblättern führender Speicherhersteller.

Verbindliche Offerte zu dieser Konfiguration

Die Konfiguration oben ist in der URL kodiert. Lassen Sie uns Ihre E-Mail-Adresse da, und wir prüfen die Anlage vor Ort und senden Ihnen anschliessend eine schriftliche, verbindliche Offerte zu genau dieser Konfiguration.

Wie ist die optimale Speichergrösse zu interpretieren?

Der Rechner zeigt zwei verschiedene Optima, die selten dieselbe Grösse ergeben:

  • Kürzeste Amortisation ist meist die kleinste sinnvolle Grösse — kleine Investition bricht schnell ein. Die absolute Ersparnis bleibt aber gering.
  • Höchster Gewinn über die Produktlebensspanne ist die Grösse, mit der Sie über 15 Jahre am meisten Geld sparen (Ersparnis minus Investition). Bei tiefen Einspeisetarifen liegt dieser Punkt typisch im Bereich 5-15 kWh.

Beide Metriken stehen in der Vergleichstabelle. Welche für Sie zählt, hängt davon ab, ob Sie schnell wieder bei Null sein wollen oder über die Lebensdauer das Maximum aus der Anlage holen wollen.

Annahmen und Grenzen des Rechners

  • Stündliche Simulation über 8 760 Stunden eines repräsentativen Jahres.
  • Round-trip-Wirkungsgrad 90 % (typisch Lithium-Eisenphosphat). Entladetiefe 90 % der nominalen Speicherkapazität.
  • Lebensdauer 15 Jahre angenommen für die Amortisationsrechnung. Reale Speicher altern nicht-linear; v1 vereinfacht.
  • PV-Daten: Modelliert mit PVGIS (EU JRC) für 31 Klimacluster über die ganze Schweiz, normalisierte stündliche Profile, Neigungen 5°-60° interpoliert. Pro Postleitzahl wird der nächstgelegene Cluster verwendet.
  • Lastprofil: Synthetisiertes BDEW-H0-Profil (Haushalt) mit Wochentag-/Saisonvariation, plus optionale Modifikatoren für Wärmepumpe (winterlastig) und E-Auto (abendlastig).
  • Tarife als konstant über 15 Jahre angenommen. Reale Strompreis-Steigerungen würden den Speicher schneller amortisieren.
  • Keine modellierten Effekte: dynamische / Time-of-Use-Tarife, Lastspitzen-Tarife, ZEV / Eigenverbrauchsgemeinschaften, Tarifwechsel über die Zeit, Batteriealterung über Zyklen, Steuerabzüge.
  • Speicher amortisieren sich aktuell oft erst nach 10-15 Jahren. Der Rechner zeigt Richtwerte. Falls Notstromversorgung im Vordergrund steht, gelten andere Kriterien als reine Wirtschaftlichkeit – sprechen Sie uns an.

Datenquellen: PV-Stundenprofile via PVGIS (Photovoltaic Geographical Information System, EU JRC, mit Attribution genutzt). Schweizer Postleitzahlen via GeoNames CC-BY 4.0. Last-Profil synthetisiert nach BDEW-H0-Schema.

Die Realität in Ihrem Dach

Der Rechner liefert Richtwerte. Eine Vor-Ort-Aufnahme zeigt, was wirklich auf Ihrem Dach Sinn macht – inklusive Verschattung, Wechselrichter-Eignung und Notstrom-Optionen.