Solar-Batterie-Rechner
Welche Speichergrösse passt zu Ihrer Liegenschaft? Geben Sie ein paar Eckdaten ein und der Rechner zeigt Eigenverbrauchsquote, Autarkie und Amortisationszeit über die Speichergrössen.
Datengrundlage
Wirtschaftlichkeit, Autarkie und Eigenverbrauchssimulation
- Jährliche PV-Produktion
- —
- Jährlicher Verbrauch
- —
- Eigenverbrauch ohne Speicher
- —
- Autarkiegrad ohne Speicher
- —
| Speicher | Amortisation | Ersparnis / Jahr |
Lifetime-Bilanz (15 Jahre) |
Eigenverbrauch | Autarkie | Investition |
|---|
- Autarkiegrad
- —
- Eigenverbrauchsanteil
- —
- Geschätzte Investition
- —
Monatliche PV-Erzeugung und Verbrauch
—
Tagesverlauf Sommer (Apr-Sep, Mittel)
Tagesverlauf Winter (Okt-Mär, Mittel)
Autarkie und Eigenverbrauchsanteil im Jahresverlauf
Detaillierte Zwischenergebnisse für Nachvollziehbarkeit
Eingangsparameter
Monatsbilanz (bei —, alle Werte in kWh)
| Monat | PV-Erzeugung | Verbrauch | Direkt | Speicher zu | Speicher ab | Netzbezug | Einspeisung |
|---|
Annahmen
- Round-trip-Wirkungsgrad 90 % (ηcharge = ηdischarge = √0.9 ≈ 0.949)
- Entladetiefe 90 % der nominalen Speicherkapazität
- Lebensdauer 15 Jahre für die Lifetime-Bilanz
- Tarife konstant über die Lebensdauer angenommen
- Lastprofil: BDEW-H0 stündlich (8 760 Werte) plus optionale Tagesform-Anpassung
- PV-Profil: PVGIS-Klima-Cluster, alle Modulfelder summiert, Neigung interpoliert (Tabelle 5°-60°)
- Round-trip-η wird symmetrisch auf Lade- und Entladeleg aufgeteilt
Algorithmus — von Eingangsdaten zu Resultaten
1. Lastprofil (8 760 Stunden)
Drei normalisierte Stundenprofile (jeweils Σ = 1 über das Jahr) werden mit den Jahres-kWh-Werten skaliert und addiert:
load[i] = annualKwh · h0[i]
+ (hasHp ? hpKwh · hp[i] : 0)
+ (hasEv ? evKwh · ev[i] : 0) für i = 0 … 8759
- h0[i]: synthetisiertes BDEW-H0-Haushaltsprofil mit Wochentag- und Saisonvariation. Quelle
- hp[i]: Wärmepumpen-Profil, zerlegt in Heiz- (75 %) und Warmwasser-Komponente (25 %, BFE/EnergieSchweiz-Mittelwert CH-EFH). Heizen folgt der monatlichen Heizgradtag-Verteilung (Jul/Aug ≈ 0); WW hat scharfe Tagespeaks 6-8 h und 18-21 h.
- ev[i]: E-Auto-Heimladung, Abendpeak 18-22 h.
Tagesform-Editor. Pro Profil können 24 Stunden-Multiplikatoren m[h] (optional Sommer/Winter separat) angewandt werden.
Anschliessend wird auf Σ = 1 renormalisiert, sodass die jährlichen kWh-Werte exakt erhalten bleiben:
edited[i] = profile[i] · m[i mod 24] profile'[i] = edited[i] / Σk edited[k]
2. PV-Profil (Summe aller Modulfelder)
Pro PLZ wird der nächstgelegene von 31 PVGIS-Klimaclustern in der Schweiz gewählt. Pro Cluster sind 8 Stundenprofile (eines je Haupt-Himmelsrichtung N, NO, O, SO, S, SW, W, NW) bei 30°-Neigung vorberechnet, in W pro kWp Spitzenleistung.
pv[i] = Σa ∈ Modulfelder (kWpa · tilt(αa) · (1 − sha/100) · basecluster, dira[i] / 1000)
-
base[i]: PVGIS-Stundenwert in W/kWp. Datenquelle:
PVGIS API v5.3
des
Joint Research Centre der EU-Kommission, Modus
pvcalculation=1, basierend auf der SARAH-3-Strahlungsdatenbank (Surface Solar Radiation Data Set — Heliosat, Version 3) des EUMETSAT-Satellitenklima-Services. - Zeitraum: Für jede Cluster/Orientierung-Kombination werden die Stundenleistungen aller 14 Kalenderjahre 2010 bis 2023 abgerufen, Schalttage (29. Februar) entfernt, dann pro Stunde-des-Jahres (1…8 760) über alle Jahre arithmetisch gemittelt. Resultat: ein „typisches Jahr"-Profil ohne Wetter-Variabilität einzelner Jahre. Konkret: ohne diese Mittelung würde ein einzelnes Jahr mit ungewöhnlich bewölktem Juni einen sichtbaren Einbruch im Monatschart erzeugen, obwohl der langjährige Mittelwert über alle Jahre keine solche Anomalie zeigt.
- Clustering: 31 Referenzstandorte decken die Klimadiversität der Schweiz ab — Mittelland (ZH, BE, BS, LU, AG, SO, FR, SG, TG, SH), Genfersee (LAU, GE), Jura (NE, La Chaux-de-Fonds, DEL), Voralpen Nord (THU, INT, SAR, SCH, GLA, APP), Berner Oberland Hoch (Adelboden), Bündner Rheintal (CHU), Hochalpin/Engadin (DAV, St. Moritz, Scuol), Wallis (SIO, BRI), Tessin (BEL, LUG, LOC). Jeder Schweizer PLZ-Eintrag wird per Haversine-Distanz dem nächstgelegenen Cluster zugeordnet (3 362 PLZ insgesamt). Pro Cluster wird die PVGIS-Anfrage einmal an den Cluster-Mittelpunkt gestellt, nicht für jede einzelne PLZ — die so akzeptierte Genauigkeitsgrenze liegt typischerweise bei einigen Prozent (Höhenlage und sehr lokale Bewölkungsmuster werden nicht aufgelöst).
-
System-Verluste: PVGIS rechnet bereits einen Pauschal-Wirkungsgradabschlag von 14 % für Wechselrichter, Verkabelung und Modul- Mismatch in
das Profil ein (Modus
loss=14). Der Wert ist ein konservatives JRC-Default für gebäudeintegrierte Anlagen. - tilt(α): lineare Interpolation einer Neigungs-Tabelle (5°: 0.92, 30°: 1.00, 60°: 0.88) — leichte Korrektur gegenüber der 30°-Baseline.
- sh: Verschattung in % als linearer Reduktionsfaktor.
3. Stündlicher Battery-Dispatch
Für jede der 8 760 Stunden wird PV-Energie zuerst direkt für die Last verwendet, der Überschuss lädt den Speicher (mit Lade-Wirkungsgrad ηc), bei Defizit liefert der Speicher Strom (mit Entlade-Wirkungsgrad ηd). Der Round-trip-Wirkungsgrad η = 0.90 wird symmetrisch aufgeteilt: ηc = ηd = √η ≈ 0.949. Nutzbare Kapazität U = size · DOD = size · 0.90.
direct[i] = min(pv[i], load[i]) ← direkt PV → Last
surplus[i] = pv[i] − direct[i]
deficit[i] = load[i] − direct[i]
if surplus[i] > 0 and SOC < U:
accepted = min(surplus[i], (U − SOC) / ηc)
SOC += accepted · ηc ← was tatsächlich im Speicher landet
surplus[i] -= accepted
if deficit[i] > 0 and SOC > 0:
draw = min(deficit[i], SOC · ηd)
SOC -= draw / ηd ← was aus dem SOC entnommen werden muss
deficit[i] -= draw
importE += deficit[i] ← Netzbezug
exportE += surplus[i] ← Netzeinspeisung
selfConsumed += direct[i] + draw
Die Asymmetrie zwischen accepted (× ηc) und draw (× ηd) modelliert die elektrochemische Realität: nicht jede ins
Batteriesystem geschickte kWh kommt zurück.
4. Aggregierte Kennzahlen
totalPv = Σi pv[i] totalLoad = Σi load[i] selfConsRatio = selfConsumed / totalPv ← Eigenverbrauchsquote autarky = selfConsumed / totalLoad ← Autarkiegrad
5. Wirtschaftlichkeit
cost = importE · importTariff / 100 [CHF/Jahr] revenue = exportE · exportTariff / 100 [CHF/Jahr] netCost(size) = cost − revenue annualSaving = netCost(0) − netCost(size) ← Ersparnis ggü. Baseline fixedCost = baseCost + (hasHybrid ? hybridCost : 0) invest(size) = size > 0 ? size · battCostPerKwh + fixedCost : 0 payback(size) = invest(size) / annualSaving [Jahre] lifetimeNet(size) = annualSaving · 15 J − invest(size) [CHF]
Wir berechnen die Wirtschaftlichkeit für jede Speichergrösse von 0 bis zur eingegebenen Maximalgrösse in 0.5-kWh-Schritten. Empfohlen wird die Grösse mit dem höchsten Gewinn über die Produktlebensspanne bei gleichzeitig praktischer Mindestgrösse (≥ 5 kWh).
Hinweis: Bei extremen Tarifspreizungen (sehr hoher Bezug, sehr tiefe Einspeisung) hat die kleinste Grösse mathematisch die kürzeste Amortisationszeit, weil die Investition winzig ist — die absolute Ersparnis bleibt dann aber gering. Daher zählt der Gewinn über die Produktlebensspanne als primäre Empfehlung.
6. Quellen und Daten-Provenienz
- PVGIS (EU JRC) — Stundenprofile pro Cluster und Orientierung, Lizenz CC-BY 4.0.
- BDEW Standardlastprofile — Methodische Grundlage des H0-Haushaltsprofils.
- WP-Lastprofil: BFE/EnergieSchweiz Untersuchungen zu Wärmepumpen in CH-Einfamilienhäusern; HSLU-Lastprofile.
- ElCom via LINDAS-SPARQL — Bezugstarife H4/H5 pro Gemeinde, Open Government Data.
- GeoNames CH — PLZ ↔ Gemeinde ↔ Koordinaten, CC-BY 4.0.
- VESE pvtarif — Empfehlung für individuellen Einspeisetarif (nicht automatisch vorbefüllt, da privatrechtlich zwischen EVU und Anlage).
- Round-trip-Wirkungsgrad 90 % und DOD 90 %: typische Lithium- Eisenphosphat-Werte aus Datenblättern führender Speicherhersteller.
Verbindliche Offerte zu dieser Konfiguration
Die Konfiguration oben ist in der URL kodiert. Lassen Sie uns Ihre E-Mail-Adresse da, und wir prüfen die Anlage vor Ort und senden Ihnen anschliessend eine schriftliche, verbindliche Offerte zu genau dieser Konfiguration.
Wie ist die optimale Speichergrösse zu interpretieren?
Der Rechner zeigt zwei verschiedene Optima, die selten dieselbe Grösse ergeben:
- Kürzeste Amortisation ist meist die kleinste sinnvolle Grösse — kleine Investition bricht schnell ein. Die absolute Ersparnis bleibt aber gering.
- Höchster Gewinn über die Produktlebensspanne ist die Grösse, mit der Sie über 15 Jahre am meisten Geld sparen (Ersparnis minus Investition). Bei tiefen Einspeisetarifen liegt dieser Punkt typisch im Bereich 5-15 kWh.
Beide Metriken stehen in der Vergleichstabelle. Welche für Sie zählt, hängt davon ab, ob Sie schnell wieder bei Null sein wollen oder über die Lebensdauer das Maximum aus der Anlage holen wollen.
Annahmen und Grenzen des Rechners
- Stündliche Simulation über 8 760 Stunden eines repräsentativen Jahres.
- Round-trip-Wirkungsgrad 90 % (typisch Lithium-Eisenphosphat). Entladetiefe 90 % der nominalen Speicherkapazität.
- Lebensdauer 15 Jahre angenommen für die Amortisationsrechnung. Reale Speicher altern nicht-linear; v1 vereinfacht.
- PV-Daten: Modelliert mit PVGIS (EU JRC) für 31 Klimacluster über die ganze Schweiz, normalisierte stündliche Profile, Neigungen 5°-60° interpoliert. Pro Postleitzahl wird der nächstgelegene Cluster verwendet.
- Lastprofil: Synthetisiertes BDEW-H0-Profil (Haushalt) mit Wochentag-/Saisonvariation, plus optionale Modifikatoren für Wärmepumpe (winterlastig) und E-Auto (abendlastig).
- Tarife als konstant über 15 Jahre angenommen. Reale Strompreis-Steigerungen würden den Speicher schneller amortisieren.
- Keine modellierten Effekte: dynamische / Time-of-Use-Tarife, Lastspitzen-Tarife, ZEV / Eigenverbrauchsgemeinschaften, Tarifwechsel über die Zeit, Batteriealterung über Zyklen, Steuerabzüge.
- Speicher amortisieren sich aktuell oft erst nach 10-15 Jahren. Der Rechner zeigt Richtwerte. Falls Notstromversorgung im Vordergrund steht, gelten andere Kriterien als reine Wirtschaftlichkeit – sprechen Sie uns an.
Datenquellen: PV-Stundenprofile via PVGIS (Photovoltaic Geographical Information System, EU JRC, mit Attribution genutzt). Schweizer Postleitzahlen via GeoNames CC-BY 4.0. Last-Profil synthetisiert nach BDEW-H0-Schema.
Die Realität in Ihrem Dach
Der Rechner liefert Richtwerte. Eine Vor-Ort-Aufnahme zeigt, was wirklich auf Ihrem Dach Sinn macht – inklusive Verschattung, Wechselrichter-Eignung und Notstrom-Optionen.
Tagesform bearbeiten
| Stunde | kWh/h | Tagesanteil |
|---|
kWh/h ist der durchschnittliche Stromverbrauch in dieser Stunde, basierend auf — kWh/Jahr. Tagesanteil ist abgeleitet (% am Tagesverbrauch, Σ aller 24 Stunden = 100 %). Anpassungen werden auf die Jahres-kWh renormalisiert — die Jahressumme bleibt exakt erhalten.